Das Verbreitungsgebiet der Tropfenschildkröte ist die nordöstliche USA, von Illinois über Indiana, Tennessee bis Georgia. Vereinzelt findet man sie in Südkanada und Nordflorida.
Der Carapax ist nur schwach gewölbt und besitzt keinen Kiel. Der Hinterrand ist nicht gezackt und die Grundfarbe des Rückenpanzers ist schwarz. Auf ihm befinden sich mehr oder weniger gelbe, kreisrunde, tropfenartige Punkte. Jungtiere sind zum Teil völlig schwarz.
Das Plastron ist gelb bis rötlich. Auf ihm befinden sich nach außen gelagerte schwarze Flecken.
Kopf, Hals und Extremitäten sind ebenfalls von schwarzer Grundfarbe und gelb bis orange gepunktet. Ein orange bis gelber, zum Teil unterbrochener Streifen, zieht sich vom Auge beginnend bis zum Hals.
Bei den Männchen ist das Kinn bräunlich, sie haben braune Augen und die hornigen Anteile des Kiefers sind stark dunkel pigmentiert. Außerdem erkennt man Männchen an ihrem längeren, dickeren Schwanz.
Bei den Weibchen ist das Kinn gelb, sie haben rötliche bis orangefarbene Augen und die hornigen Kieferanteile sind gelblich.
Sie erreichen eine Größe von 10 bis 12, maximal 12,5 cm. Mit ca. 8 cm werden sie geschlechtsreif. Die Tiere sind dann ungefähr 3 bis 4 Jahre alt.
Sie bewohnt flache, stehende und langsam fließende Gewässer, welche sehr vegetationsreich sind.
Die Tropfenschildkröte ist sehr stark an das Wasser gebunden und verlässt es nur selten zum Sonnenbad und zur Eiablage. Trotzdem ist sie eine schlechte Schwimmerin, die meist am Bodengrund umherwandert um nach Futter zu suchen.
Die Paarung findet in der Natur zwischen März und Mai statt, also bei Wassertemperaturen von gerade mal 9 bis 15°C.
Die Eiablage findet im Mai bis Juni statt und die Jungtiere schlüpfen im August und September.
Diese Schildkrötenart lässt sich im Freiland und auch im Zimmerterrarium halten. Allerdings muss die Anlage den Tieren gut angepasst sein. Das Wasserbecken ist mit ca. 25cm Wasserstand eher flach zu halten und mit genügend Wasser- bzw. Sumpfpflanzen auszustatten. Von mir gehaltene Tropfenschildkröten kamen auch mit einer größeren Wassertiefe zurecht, brauchten dann aber immer genügend Wasserpflanzen als Hilfe beim Auftauchen. Ein grober Bodengrund ist ebenfalls hilfreich, da sie sich oft am Gewässergrund laufend fortbewegen.
Wegen ihrer geringen Größe eignen sie sich gut zur Haltung in einem Zimmerterrarium. Es sollte jedoch groß genug gewählt werden, da die andauernden Paarungsversuche der Männchen die Weibchen erheblich belästigen. Da sie in freier Natur ein großes Verbreitungsgebiet besitzen, ist es für die Haltung von Vorteil ihren Abstammungsort zu kennen. Es wurden schon mit unterschiedlichen Haltungstemperaturen gute Erfahrungen gesammelt, wobei man am Besten Lufttemperaturen von ca. 25°C und Wassertemperaturen von ca. 24°C bieten sollte. Eine 2-3monatliche Winterruhe ist dabei von Vorteil, weil sie das Fortpflanzungsverhalten positiv beeinflusst.
Die Tiere sind recht einfach zu ernähren. Sie sind dabei nicht sehr wählerisch. Wasserinsekten, Schnecken, Regenwürmer, Bachflohkrebse, Fisch, Rinderherz, Rinderleber, Geflügelleber und Fertigfutter für Schildkröten wird gern angenommen. Pflanzliches Futter soll auch genommen werden, dies kann ich jedoch bei den von mir gehaltenen Tieren nicht bestätigen.
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