Die Schnappschildkröte kommt je nach Unterart vom südlichen Kanada (Alberta, Neu-Schottland) bis zum nordwestlichen Südamerika vor.
Der Rückenpanzer (Carapax) ist bräunlich bis schwarz, mit gesägtem Hinterrand. Im Jugendstadium besitzt er drei Längskiele.
Der Bauchpanzer (Plastron) ist klein, kreuzförmig und von gelb-weißlicher Farbe. Die Weichteile quellen sichtlich unter dem Panzer hervor
Der Kopf der Schnappschildkröte ist groß und massig, mit einem hakenförmigen Oberkiefer. Am Hals befinden sich mehr oder weniger stachelartige Tuberkel. Die Anzahl der Kinnbarteln ist je nach Unterart unterschiedlich. Der Schwanz hat fast Carapaxlänge und auf seiner Oberseite befinden sich grob gesägte Hornzacken. Die Weichteile sind von bräunlicher, oliver oder schwärzlicher Farbe. Beim Männchen ist der Abstand vom Plastronrand zur Kloakenöffnung größer als beim Weibchen. An den Beinen befinden sich sehr kräftige Krallen, aber nur unscheinbare Schwimmhäute.
Sie erreichen eine Größe von 20 bis 50cm Carapaxlänge. Mit ca. 20cm werden sie geschlechtsreif. Die Tiere sind dann ungefähr 5 bis 6 Jahre alt.
Sie bewohnt Seen, Teiche, Tümpel und langsam fließende Gewässer, wie Wassergräben, mit reichem Pflanzenwuchs und schlammigem Bodengrund. Sie meidet auch Brackwasserbereiche nicht.
Die tagsüber und in der Dämmerung aktiven Schildkröten sind sehr bissig und aggressiv. Oft halten sie sich zwischen Pflanzen oder im Schlamm des Flachwassers versteckt, so dass sie zum Luftholen lediglich den Hals hervorstrecken brauchen. Durch den oft starken Algenbewuchs des Panzers ist sie vorzüglich getarnt, um dort auf Beute zu lauern. Dabei frisst sie alles was sie erlegen kann.
Sie ist ein schlechter Schwimmer. Aus diesem Grund wandert sie auch am Grund der Gewässer, um nach Aas zu suchen, das sie gerne frisst. Zur Abwechslung nimmt sie gelegentlich auch Wasserpflanzen.
Je nach Verbreitungsgebiet finden die Paarungen von April bis November statt. Nach zwei bis drei Monaten werden dann ca. 20 bis 50 Eier abgelegt. Sie haben einen Durchmesser von 15 bis 33mm. Die Entwicklung bis zum Schlupf der Jungen dauert zwischen 55 und 125 Tage.
Die Schlüpflinge sind 24 bis 31mm lang und 24 bis 29 mm breit.
Zur Unterbringung sind Behältergrößen entsprechend Größe und Anzahl der Tiere zu verwenden. Bei kleineren Behältern ist eine Einzelhaltung unumgänglich! Bei großen Anlagen kann ein Männchen mit mehreren Weibchen vergesellschaftet werden. In den Sommermonaten sollte eine Haltung im Freiland bevorzugt werden. Die Nominatform Chelydra serpentina serpentina kann sogar ganzjährig im Freien gehalten werden, wenn das Gewässer so tief ist, dass es im Winter nicht durchfriert.
Die Einrichtung sollte der Lebensweise angepasst werden. Dabei sollte auch ein Landteil zum Sonnen und zur Eiablage nicht fehlen. Er sollte mit einem Gemisch aus Sand, Torf und lockerer Erde befüllt sein.
Ein besonderes Augenmerk sollte der Einfriedung oder Umzäunung gegeben werden. Sie ist absolut ausbruchsicher anzulegen.
Ein natürlicher Jahresrhythmus ist wichtig für Aktivität, Appetit, Wachstum und die Sexualentwicklung. Aus diesem Grund können selbst Jungtiere 6 bis 8 Wochen überwintern.
Als Futter sind Fisch, Rinderherz, Rinderleber, Geflügelleber, Futterküken, Futtermäuse bzw. -ratten, bei Jungtieren Wasserinsekten, Schnecken und Regenwürmer geeignet.
Es sollte jedoch nicht zu reichlich gefüttert werden, da die Tiere schnell verfetten.
Chelydra serpentina serpentina
Chelydra serpentina acutirostris
Chelydra serpentina rossignonii
Zur Großansicht einfach auf die Vorschaubilder klicken.
Weitere Informationen zur Geierschildkröte erhalten sie unter:
Copyright by Turtlewelt.de